Attraktiv für Menschen verschiedenen Alters und in unterschiedlichen Lebenssituationen: So stellt sich die Interessengemeinschaft Holdorf (IGeHo) lebendige und zukunftsträchtige Wohngebiete vor. Deshalb hat der Fraktionsvorsitzende Andreas Lucht im Namen der Ratsfraktion folgenden Antrag an Holdorfs Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug gestellt, mit der Bitte, ihn den politischen Gremien vorzulegen:
Die Gemeindeverwaltung wird beauftragt,
- anstelle einer reinen Seniorenwohnanlage eine generationsverbindende Wohnanlage zu entwickeln. Dieser Auftrag stellt eine Erweiterung des CDU-Antrags zur Entwicklung einer Anlage für seniorengerechtes Wohnen im Gebiet „Bäkeesch“ / Entwicklung eines Mehrgenerationen-Wohnquartiers in Holdorf mit vorgeschalteten Bürgerbeteiligung dar.
Diese inhaltliche Ausweitung des Projekts ermöglicht ein vielfältiges Wohnungsangebot für jüngere und ältere Bewohner/innen, Paare, Alleinstehende und junge Familien.
Begründung: Wenn Generationen und Lebensformen voneinander separiert wohnen, ist die Kontaktaufnahme untereinander erschwert. Wenn sie aber nebeneinander wohnen, steigt die Chance, dass sie auch miteinander leben. Alltäglich Sichtbarkeit erhöht die Sensibilität für die Situation der anderen, Nachbarschaftshilfe wird angeregt und durch die räumliche Nähe und die persönliche Bekanntschaft erleichtert. Hätte man hingegen eine reine Seniorenwohnanlage, wäre deren „Vergreisung“ sozusagen vorprogrammiert. Dies wäre weder wirtschaftlich noch sozial auf Dauer tragfähig. Unterstützung käme vor allem von außen in das Gebiet, innere Beziehungen gäbe es voraussichtlich deutlich weniger. - im Vorfeld der Entwicklung dieses Wohnquartiers einen strukturierten Bürgerdialog durchzuführen, um die tatsächlichen Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigen und das Projekt bedarfsorientiert planen zu können.
Begründung: Die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger von Beginn an erhöht die Akzeptanz des Projekts, ermöglicht eine bedarfsgerechte Planung und verhindert kostspielige Nachbesserungen. Sie erleichtert zudem auch den Bürgerinnen und Bürgern ihre längerfristige Lebensplanung.
Lucht ist überzeugt: „Die Umsetzung unseres Antrags wird dazu beitragen, Holdorf als lebenswerten und lebendigen Wohnort für alle Generationen und Lebensformen zu stärken. Die Wohnentwicklung wird auf diese Weise zukunftsweisend, sozial ausgewogen und wirtschaftlich nachhaltig gestaltet.“ (AL)
